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Dürfen Christen Halloween feiern? Warum ich als Christin darauf verzichte

23. Okt.
5 Min. Lesezeit

Jedes Jahr im Oktober wird Halloween ein bisschen größer. Überall begegnen uns Kürbisse, Skelette, Geister und gruselige Dekorationen. Kinder verkleiden sich, sammeln Süßigkeiten und Erwachsene feiern Halloweenpartys. Was früher hauptsächlich aus amerikanischen Filmen bekannt war, gehört inzwischen auch in Deutschland für viele Menschen ganz selbstverständlich zum Oktober.


Ich beobachte diese Entwicklung schon seit meiner Teenagerzeit. Damals fand ich Halloween selbst richtig cool. Süßigkeiten sammeln, Gruselfilme schauen und sich verkleiden. Für mich war das einfach ein aufregender Abend. Ich habe mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, woher dieses Fest kommt oder was eigentlich dahintersteckt.

Heute sehe ich das anders. Ich persönlich feiere kein Halloween. Nicht, weil ich Angst davor habe, sondern weil ich als Christin bewusst darauf achten möchte, was ich feiere und worauf ich meinen Blick richte.


das leere Grab Jesu als Symbol seiner Auferstehung.

Vielleicht bist du gerade auf diesen Blogbeitrag gestoßen, weil du bei Google nach einer Antwort auf die Frage gesucht hast: Dürfen Christen Halloween feiern? Warum ich als Christin darauf verzichte, möchte ich dir in diesem Beitrag erzählen. Vielleicht hat dir auch jemand diesen Artikel geschickt oder du möchtest einfach verstehen, warum viele Christen Halloween bewusst nicht feiern. Genau darüber möchte ich heute meine Gedanken mit dir teilen. Nicht, um dir vorzuschreiben, was du tun sollst, sondern um dir zu zeigen, warum ich mich persönlich dagegen entschieden habe.


Woher kommt Halloween eigentlich?

Halloween hat eine lange Geschichte, die nicht erst in Amerika begann. Zu seinen historischen Wurzeln gehören unter anderem das keltische Fest Samhain und der christliche Vorabend von Allerheiligen, der im Englischen „All Hallows’ Eve“ genannt wurde. Über die Jahrhunderte entwickelten sich daraus unterschiedliche Traditionen, die besonders in Nordamerika zu dem Halloweenfest wurden, das wir heute kennen.


Bei Samhain spielte unter anderem die Vorstellung eine Rolle, dass die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten besonders durchlässig sei. Heute verbinden viele Menschen Halloween einfach mit Verkleidungen, Süßigkeiten und Unterhaltung. Doch wenn wir uns die typischen Symbole anschauen, fällt auf, wie stark sich dieses Fest um Tod, Geister, Dämonen, Hexen, Angst und Finsternis dreht. Und genau das bringt mich zu einer Frage: Warum feiern wir eigentlich die Finsternis, wenn wir doch das Leben feiern könnten?


Warum ich als Christin kein Halloween feiere

Im ersten Johannesbrief lesen wir: „Gott ist Licht, und in ihm ist gar keine Finsternis.“ (1. Johannes 1,5)

Diese Aussage beschreibt das Wesen Gottes. Er ist Licht, und in ihm gibt es keine Finsternis. Durch Jesus Christus gehören auch wir zu diesem Licht. In Kolosser 1,13 lesen wir, dass Gott uns aus der Herrschaft der Finsternis errettet und in das Reich seines geliebten Sohnes versetzt hat.


Jesus Christus ist auferstanden und verlässt das leere Grab, umgeben von hellem, strahlendem Sonnenlicht als Symbol für die Auferstehung und den Sieg über den Tod.

Für mich ist das eine gewaltige Wahrheit. Ich muss keine Angst vor der Finsternis haben, weil Jesus sie überwunden hat. Aber warum sollte ich dann bewusst etwas feiern, das sich so stark mit ihr beschäftigt?


In Epheser 5,8–11 werden wir daran erinnert, als Kinder des Lichts zu leben und uns nicht an den Werken der Finsternis zu beteiligen. Natürlich spricht Paulus hier nicht ausdrücklich über Halloween. Trotzdem zeigt mir dieser Abschnitt, wie wichtig es ist, bewusst zu prüfen, womit ich mich beschäftige und woran ich Freude habe.


Ich weiß, dass viele Menschen Halloween völlig harmlos finden. Ein bisschen gruseln, Süßigkeiten sammeln und gemeinsam feiern. Und ich glaube auch nicht, dass jeder, der Halloween feiert, damit bewusst etwas Geistliches verbindet. Trotzdem bin ich überzeugt, dass es eine geistliche Realität gibt, die wir nicht einfach ignorieren sollten. Die Bibel spricht deutlich von Licht und Finsternis und davon, dass unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut gerichtet ist (Epheser 6,12).

Nicht alles, was harmlos aussieht, muss deshalb geistlich bedeutungslos sein. Das bedeutet nicht, dass hinter jeder Verkleidung oder jedem Kürbis eine dämonische Macht steckt. Aber für mich ist die bewusste Beschäftigung mit Finsternis nichts, was ich feiern möchte.

Warum feiern wir Halloween, während Jesus in den Hintergrund rückt?

Etwas anderes beschäftigt mich schon länger. Wenn ich unsere Feiertage anschaue, fällt mir auf, wie häufig sich der ursprüngliche christliche Anlass im Laufe der Zeit hinter anderen Dingen versteckt.


An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu Christi. Doch für viele Menschen geht es hauptsächlich um Geschenke, Weihnachtsmänner, Dekoration und Konsum. An Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu, seinen Sieg über Sünde und Tod. Aber auch hier stehen gesellschaftlich häufig Osterhasen, Eier und Frühlingsdekoration im Mittelpunkt.

Und dann kommt Halloween. Ein Fest, bei dem Tod, Angst und Finsternis in vielen Darstellungen ganz bewusst gefeiert werden. Auch hier geht es natürlich längst um viel Konsum. Aber ich glaube, dass es sich lohnt, noch etwas tiefer hinzuschauen.


Jesus Christus ist auferstanden und verlässt das leere Grab, umgeben von hellem, strahlendem Sonnenlicht als Symbol für die Auferstehung und den Sieg über den Tod.

Denn die Bibel zeigt uns, dass es einen geistlichen Kampf gibt und dass der Feind versucht, Menschen von der Wahrheit Gottes abzulenken. Ich persönlich sehe darin ein Muster, über das wir nachdenken dürfen:

Während Jesus, das Licht und das Leben, immer mehr aus dem Mittelpunkt verschwindet, bekommen andere Dinge unsere Aufmerksamkeit.

Besonders interessant finde ich dabei den 31. Oktober. Denn an diesem Tag feiern wir auch den Reformationstag. Am 31. Oktober 1517 brachte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel in Umlauf. Dieses Ereignis wurde zu einem wichtigen Ausgangspunkt der Reformation, die den Blick wieder auf das Wort Gottes und das Evangelium von der Gnade lenkte.


Dass Halloween und der Reformationstag auf dasselbe Datum fallen, hat unterschiedliche historische Ursachen. Trotzdem finde ich den Kontrast bemerkenswert. Während wir uns an diesem Tag an die Bedeutung des Evangeliums erinnern könnten, dreht sich gesellschaftlich vieles um Geister, Horror und Finsternis.


Ich kann nicht behaupten, dass all diese Entwicklungen bewusst geplant wurden, um christliche Feiertage zu verdrängen. Aber ich glaube sehr wohl, dass der Feind jede Gelegenheit nutzen möchte, um unseren Blick von Jesus wegzulenken. Und genau deshalb möchte ich darauf achten, wem oder was ich meine Aufmerksamkeit schenke.


Dürfen Christen Halloween feiern oder nicht?

Vielleicht wünschst du dir eine ganz klare Antwort. Doch ich möchte dir keine Verbotsliste geben. Die Bibel erwähnt Halloween nicht ausdrücklich. Sie spricht aber sehr wohl darüber, dass wir uns von okkulten Praktiken fernhalten und als Kinder des Lichts leben sollen.

In 1. Korinther 10,23 schreibt Paulus sinngemäß, dass vieles erlaubt sein mag, aber nicht alles hilfreich ist oder aufbaut. Für mich ist das eine wunderbare Grundlage, Entscheidungen aus meiner Identität in Christus heraus zu treffen.

Ich möchte nicht ständig fragen: Was darf ich gerade noch tun, ohne dass es falsch ist? Ich möchte vielmehr fragen: Passt das zu dem Leben, das Jesus mir geschenkt hat? Möchte ich daran teilhaben? Und worauf richtet es mein Herz?

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Deshalb feiere ich persönlich kein Halloween. Nicht aus Angst, nicht aus religiösem Druck und auch nicht, weil ich glaube, dadurch eine bessere Christin zu sein. Sondern weil ich weiß, zu wem ich gehöre.


Jesus sagt in Johannes 8,12, dass er das Licht der Welt ist und wer ihm nachfolgt, nicht in der Finsternis wandeln wird, sondern das Licht des Lebens haben wird.

Ich habe mich für das Licht entschieden. Warum sollte ich also die Finsternis feiern?

Was du aus diesen Gedanken machst, bleibt deine Entscheidung. Vielleicht siehst du manche Dinge anders. Vielleicht hast du dir darüber bisher auch noch nie Gedanken gemacht. Ich möchte dich einfach ermutigen, selbst in der Bibel nachzulesen, den Heiligen Geist um Weisheit zu bitten und bewusst zu prüfen, was du in deinem Leben feiern möchtest.


Denn am Ende geht es nicht darum, was wir alles nicht dürfen. Es geht darum, dass wir Jesus kennen und aus dem Leben dürfen, was wir durch ihn empfangen haben.


Allein durch Christus bist du gesegnet.

Deine Elena

Blogbeitrag: Dürfen Christen Halloween feiern? Warum ich als Christin darauf verzichte

1 Kommentar


Elke Wilhelm
Elke Wilhelm
23. Okt.

Sehr wahr und gut beschrieben. Wir haben nie Halloween gefeiert und auch früh unseren Kindern davon abgeraten. Heute hat es noch mal ganz neue Dimensionen. Wie auch Nelli Suckau, so haben auch wir Pflegekinder mit schwer traumatischen Erfahrungen. Für sie bedeutet Halloween Grusel und tiefe Angst. Jeder Fratzenkürbis, jeder totenkopf, jedes Skelett, bedeutet für sie schreckliche Not und Angst.

Alleine die Halloween Bastelei in der Schule ist für sie genug um nachts schwere Albträume zu bekommen.

Gespräche mit Lehrern laufen ins Leere.

Wir müssen sie in dieser Zeit aus der Schule nehmen.

Für uns kann das nicht harmlos sein.

Danke für deinen Blog

Elke

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