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Christen, Erfolg und Reich Gottes: Warum Neid und Konkurrenz das Herz zerstören

Dies ist der vierte und letzte Teil dieser Blogreihe über Christen, Finanzen, Unternehmertum und unser Herz. Falls du die ersten Teile noch nicht gelesen hast, fang unbedingt dort an, denn alles baut aufeinander auf. Christen, Erfolg und Reich Gottes: Warum Neid und Konkurrenz das Herz zerstören ist ein Thema, das mich persönlich tief bewegt und das meiner Meinung nach viel häufiger angesprochen werden sollte.


In diesem letzten Teil möchte ich über etwas sprechen, das ich immer wieder unter Christen beobachte und worüber wir ehrlich reden müssen: Neid, Missgunst, Vergleich und Konkurrenzdenken. Denn ich glaube wirklich: Das zerstört mehr Gemeinden, Dienste, Freundschaften und Berufungen, als wir manchmal wahrhaben wollen.


Frau in grüner Kleidung sitzt am Wasser mit einer geöffneten Bibel und verbringt Zeit im Gebet und in Gottes Wort inmitten der Natur

Wir bauen nicht unser eigenes Reich

Etwas verstehe ich bis heute nicht. Wie kann es sein, dass Christen gegeneinander arbeiten? Wie kann es sein, dass Dienste sich vergleichen? Wie kann es sein, dass Gemeinden Konkurrenz empfinden? Wie kann es sein, dass man sich gegenseitig Wachstum oder Erfolg nicht gönnt?

Wir sind doch ein Leib, eine Braut und ein Reich. Wenn Gott jemanden segnet, dann verliert dadurch doch niemand anders etwas.

Das Reich Gottes funktioniert nicht wie die Welt. Im Reich Gottes herrscht keine Begrenzung an Liebe, Versorgung, Gnade oder Berufung. Und trotzdem erlebe ich immer wieder: Menschen beobachten einander kritisch. Menschen vergleichen Zahlen, Reichweite, Erfolg oder Sichtbarkeit. Menschen unterstützen sich nicht. Menschen reden schlecht übereinander. Menschen hoffen manchmal sogar heimlich, dass der andere scheitert.

Und das ist hart. Aber das ist nicht das Herz Gottes.


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Konkurrenzdenken zeigt oft einen inneren Mangel

Wenn ich Angst habe, dass jemand anderes erfolgreicher wird als ich, zeigt das oft nicht das Problem des anderen. Es zeigt mein eigenes Herz. Denn warum bedroht mich der Erfolg eines anderen Menschen?


Vielleicht, weil ich meinen eigenen Wert nicht kenne. Vielleicht, weil ich Angst habe zu kurz zu kommen. Vielleicht, weil ich Gott nicht wirklich vertraue. Vielleicht, weil ich denke, Gottes Versorgung reicht nicht für uns beide. Doch genau das ist Mangeldenken.


Die Bibel sagt, dass Liebe nicht eifersüchtig ist und sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellt (1. Korinther 13). Jakobus schreibt, dass dort, wo Neid und Eigennutz herrschen, Unordnung und jede Art von Bösem Raum bekommen (Jakobus 3,16). Das ist ernst. Denn Neid bleibt niemals harmlos. Neid zerstört Gemeinschaft. Neid zerstört Einheit. Neid zerstört Vertrauen. Neid zerstört Freude.


Wenn wir für uns selbst bauen statt für Gottes Reich

Und ich möchte das wirklich ehrlich sagen: Wenn Missgunst in unserem Herzen ist, bauen wir nicht Reich Gottes. Dann bauen wir oft unseren eigenen Altar. Dann geht es plötzlich um unseren Namen, unsere Sichtbarkeit, unsere Anerkennung, unser Wachstum oder unsere Plattform. Und davor ist niemand geschützt.


Nicht Pastoren. Nicht Leiter. Nicht Unternehmer. Nicht Christen mit großen Diensten. Nicht Menschen mit kleinen Diensten. Jeder Mensch muss sein Herz prüfen. Auch ich. Immer wieder. Denn Stolz und Vergleich schleichen sich oft ganz leise ein.


Christliche Frau mit Bibel am Ufer eines ruhigen Gewässers, umgeben von Grün, als Symbol für Glauben, Vertrauen auf Gott und geistliches Wachstum

Was wäre, wenn Christen einander wirklich pushen würden?

Dafür bete ich wirklich. Ich wünsche mir so sehr, dass Christen anfangen, einander aufzubauen statt gegeneinander zu kämpfen. Dass Unternehmen sich gegenseitig unterstützen. Dass Gemeinden füreinander beten. Dass Leiter einander ehren. Dass Christen anderen Christen Erfolg gönnen. Dass wir nicht sofort kritisch werden, wenn jemand wächst. Dass wir lernen, uns ehrlich zu freuen.


Wie stark wäre das Zeugnis für die Welt? Stell dir vor: Die Welt schaut auf Christen und sieht keine Konkurrenz. Keine Missgunst. Keine Machtkämpfe. Sondern Liebe. Ehre. Zusammenhalt. Großzügigkeit. Freude füreinander. Das wäre Reich Gottes sichtbar gemacht.


Jesus sagte, dass die Welt an unserer Liebe erkennen wird, dass wir seine Jünger sind (Johannes 13,35). Nicht an unserem perfekten Image. Nicht an unserer Reichweite. Nicht an unseren Zahlen. Sondern an unserer Liebe.


Gott denkt in Fülle, nicht in Angst

Immer wieder sehen wir in der Bibel: Gott versorgt, Gott führt, Gott gibt, Gott segnet und Gott vertraut Menschen Verantwortung an. Jesus spricht davon, dass der Vater gerne gibt (Lukas 12,32). David beschreibt Gott als Hirten, der versorgt und dessen Güte ihn sein Leben lang begleitet (Psalm 23). Paulus schreibt, dass Gott fähig ist, uns mit allem zu versorgen, was wir brauchen, damit wir wiederum Gutes tun können (2. Korinther 9,8). Das bedeutet nicht, dass jeder reich wird. Aber es bedeutet: Wir müssen nicht aus Angst leben.


Wir dürfen lernen zu vertrauen. Vielleicht liegt genau hier der Schlüssel: nicht auf andere zu schauen, nicht zu vergleichen und nicht von Angst bestimmt zu werden, sondern Gott zu vertrauen.


Zu glauben: Er sieht mich, er führt mich, er versorgt mich, er hat gute Gedanken über mein Leben und er hat genug. Ich muss nicht kämpfen wie die Welt kämpft. Ich muss nicht manipulieren. Ich muss nicht kontrollieren. Ich muss nicht aus Neid reagieren. Denn was Gott für mich hat, kann mir niemand nehmen.


Du bist gesegnet,

deine Elena


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Gebet gegen Neid, Angst und Mangeldenken

Vater im Himmel, ich komme ehrlich vor dich. Du siehst mein Herz. Du siehst meine Gedanken. Du siehst meinen Vergleich. Meine Unsicherheit. Meine Angst zu kurz zu kommen. Meine Angst zu investieren. Meine Angst zu vertrauen.


Und ich erkenne heute: So oft habe ich aus Mangel gedacht statt aus Vertrauen. So oft habe ich auf andere geschaut statt auf dich. So oft habe ich verglichen. So oft habe ich mich bedroht gefühlt. So oft habe ich mich verschlossen.


Und ich tue Buße darüber.


Ich bringe dir meinen Neid. Meine Missgunst. Meine Angst. Meine Kontrolle. Mein Misstrauen. Und ich lege es heute bewusst vor dein Kreuz.


Jesus, danke, dass du mich nicht verurteilst, sondern veränderst. Danke, dass du mich frei machst. Und jetzt spreche ich in deinem Namen: Jeder Geist der Angst, jeder Geist der Unsicherheit, jeder Geist von Neid, jede Missgunst, jede Bitterkeit, jeder Vergleich, jedes Mangeldenken, hat keinen Raum mehr in meinem Leben.


Im Namen Jesu befehle ich euch: Geht. Ihr habt kein Recht auf mein Herz. Kein Recht auf meine Gedanken. Kein Recht auf meine Berufung.


Heiliger Geist, erfülle mich neu mit deiner Wahrheit. Lehre mich zu vertrauen. Lehre mich großzügig zu sein. Lehre mich zu lieben. Lehre mich zu ehren. Lehre mich, mich ehrlich über andere zu freuen.


Danke, dass du mein Versorger bist. Danke, dass du mich führst. Danke, dass du genug bist. Danke, dass ich nicht kämpfen muss wie diese Welt. Und danke, dass dein Reich größer ist als meine Angst. Amen.

Blogbeitrag: Christen, Erfolg und Reich Gottes: Warum Neid und Konkurrenz das Herz zerstören

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© 2022 by Elena EngelsBibelSchönheit

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